Sie sind hier: Aktuelles > OSZ J. Just > Intern. Beziehungen > Abteilung 1

Treffen europäischer Partnerschulen in Frankreich

Vom 02. Bis 05. Mai 2017 fand am Lycée des Métiers François Mitterand ein Treffen europäischer Partnerschulen statt.

Mit ihrer Teilnahme bekräftigten ca. 50 Auszubildende und Pädagogen aus Frankreich, Italien und Deutschland einmütig ihren Willen zur Fortsetzung des kontinuierlichen Austausches ihrer Einrichtungen.

Das Team unseres Hauses aus zwei Auszubildenden, zwei Lehrern und dem Vertreter eines Ausbildungsbetriebes stellte mit der Herstellung und Präsentation eines regionalen Buffets eindrucksvoll das Potenzial der dualen Ausbildung unter Beweis. Bei Schulungen, einem Exkursionstag und vielen interessanten Gesprächen wurde der fachliche, sprachliche und persönliche Horizont erweitert.

D. Wollenberg

Schüleraustausch mit Frankreich

Schüleraustausch mit Frankreich 2015

WARUM? - WARUM NICHT? POURQUOI? - POURQUOI PAS? Schüleraustausch 2015 Welches Land passt am besten zum Beruf Koch? Bei meiner Arbeit benutze ich täglich französische Fachbegriffe, z.B.Saucier oder Pâtissier. Ich wollte das Land Frankreich und das Arbeitsleben der Franzosen kennenlernen, über den Tellerrand schauen? (S.G.) Meine Hoffnung wurde belohnt, Betrieb und OSZ stimmten zu, dass ich mit nach Frankreich fahren durfte. Vor den Sommerferien habe ich die anderen Teilnehmer beim Vorbereitungskurs kennengelernt. (C.W.) Als Erstes kamen die Franzosen für 3 Wochen zu uns nach Potsdam. Wir machten mit ihnen eine Sightseeingtour in Potsdam, besuchten eine Bierbrauerei, kochten gemeinsam in der Schule und lernten uns und die Sprache beim Tandemkurs und manchen Aktivitäten außerhalb der Schule und Arbeit kennen. (J.S.) Es war eine tolle Erfahrung eine Austauschschülerin bei mir zuhause zu haben, auch im Betrieb kamen wir super klar und es machte alles viel Spaß (D.M.)

Am 23.11. nach 15 Stunden Busfahrt wollten wir nur noch ins Bett, aber dafür hatten wir keine Zeit. Wir wurden sehr herzlich von Lehrern und Schülern empfangen und dann ging es auch schon los. (S.G.) Wir begannen sofort mit einer Verkostung verschiedener Spezialitäten und Weine. Dabei habe ich festgestellt, dass Austern absolut nichts für mich sind, aber der Käse Epoisse ein wahrer Gaumenschmaus. (J.S.) Die Exkursionen waren für mich allerdings viel interessanter. Am besten gefielen mir das Weinchâteau Meursault und der ehemalige Steinbruch zur Lagerung von Crémant, aber auch die Senfmühle und die Fabrik zur Herstellung der Menüs für Schnellzüge waren sehr interessant. Nicht zu vergessen die Fischzuchtanlage, wo wir selbst die Eier aus den Forellen herausdrücken konnten. (C.W.) Die Franzosen haben ein komplett anders Ausbildungssystem, welches viel mehr Theorie lehrt, weniger das reale Berufsleben. Deswegen konnten wir sehr gut voneinander lernen und sind so zusammen zu einem für uns erreichbaren Ziel gekommen. (C.W.)

Verglichen mit den Regeln im Internat haben wir puren Luxus bei uns. Die Schüler haben sehr wenig Zeit für sich, der Tagesablauf ist sehr strukturiert. (S.G.) Die Arbeit in einem kleinen familiären französischen Restaurant, in Teildiensten, war für mich eine schöne Erfahrung. Der einprägsamste Unterschied war der Käsegang, der in Deutschland nicht so zu finden ist sowie das Zelebrieren des Weintrinkens. Von der Familie wurde ich mit meiner Austauschschülerin sehr herzlich aufgenommen. Durch meine guten Vorkenntnisse in Französisch hatte ich auch die Möglichkeit Gäste zu bedienen. (C.W.) Die erste Woche im Betrieb war für mich sehr schwer und anstrengend, weil ich die Sprache nicht spreche. Danach wurde es besser, weil ich den Arbeitsablauf besser verstand. Am Anfang hatte ich auch Probleme mit meiner Austauschpartnerin, weil sie kaum englisch spricht. Ich weiß nicht, wie wir es geschafft haben, aber wir haben es geschafft und wir hatten viel Spaß zusammen. (S.G.) Vitolette, Topinambur, Steinbutt, Schnecken; Austern, Jacobsmuscheln waren neu für mich, wie auch das Filetieren von Fisch und, wie man auf engem Raum organisiert und Platz sparend arbeiten kann. (C.W.) FAZIT Es ging viel zu schnell vorbei und ich würde es gern wiederholen. Ich hoffe, dass die Auszubildenden nächstes Jahr genauso viel Spaß haben werden wie wir. (D.M.) Nach den gesamten sechs Wochen wurden meine Erwartungen übertroffen. Der Austausch hat mich um Einiges reifen lassen.

Er ist ein wundervolles Projekt, um seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und um neue Leute kennenzulernen.(C.W.) Ich möchte sagen, dass ich genug mitgenommen habe und alles, was mir möglich war, erlangt habe. (C.W.) Ich würde es jedem empfehlen bei so einem Austausch mitzumachen, weil es eine einmalige Chance ist. (S.G.) Ehrlich gesagt, fällt es mir sehr schwer diese Frage zu beantworten. Nicht, weil ich mir über meine Antwort nicht im Klaren bin, sondern weil dann alle mein schönen Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke, die ich in Frankreich gesammelt habe, auf mich einströmen ? (R.P.) Danke, dass ich mitmachen durfte. ( J.S.)

Frankreich Schüleraustausch 2013 - eine tolle Erfahrung und Motivation für Weiteres

Als bereits Anfang des Schuljahres uns das Austauschprojekt nach Frankreich vorgestellt wurde,war für mich sofort klar, dass ich daran teilnehmen wollte. Neben dem Zuwachs an Wissen, Erfahrungen, Rezepten und dem Auslandsaufenthalt, war noch das Sprachzertifikat im Hinblick auf künftige Bewerbungen eine starke Motivation . Des Weiteren erhoffte ich mir davon, festzustellen, ob das Ausland generell etwas für mich sei und wie es mir gelingt mich in einem fremden Land und einem anderen Betrieb anzupassen und zu integrieren. Obwohl ich bereits sechs Jahre Französisch gelernt habe, war es dennoch sehr ungewohnt die Sprache überall zu hören und natürlich sie im Alltag anwenden zu müssen. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang es mir immer besser, mein Umfeld zu verstehen kleinere Gespräche zu führen, in meinem Betrieb meine Aufgaben zu verstehen und auch umzusetzen. Selbstverständlich klappte auch das nicht immer. Dann musste man entweder auf Englisch zurückgreifen oder sich mit Händen und Füßen verständigen. Aber auch darin lag eine gewisse Herausforderung und ein Reiz, der sehr viel Spaß gemacht hat.

Schon vor der Abreise war ich sehr auf die neue Kultur und die andere Lebensart gespannt. Und die Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Bereits am ersten Wochenende in der Gastfamilie bemerkte ich, dass die Menschen in Frankreich eine ganz andere Wertschätzung zum Essen haben als wir Deutsche. Es wird wesentlich mehr und besser gegessen. Und zu jeder Mahlzeit darf natürlich eins nicht fehlen: DER WEIN! Meine Gastfamilie behandelte mich wie ihren eigenen Sohn und so fiel es mir nach nur drei Tagen schwer Abschied zu nehmen. Im Anschluss an das grandiose Wochenende begann die Zeit in den Betrieben. Ich arbeitete im "Chez Camille", einem drei Sterne Hotel, im Ort Arnay ? Le ? Duc, etwa 280 Kilometer von Paris entfernt. Auch hier waren kleine Unterschiede zu Deutschland spürbar. So war es typisch, dass alle Mitarbeiter beisammen saßen um gemeinsam zu essen. Ansonsten fielen hier die gleichen Arbeiten an wie in Deutschland. Aber ich arbeitete zum ersten Mal mit Muscheln und Schnecken. Besonders attraktiv fand ich die Arbeit in der Pâtisserie. Hier lernte ich die Zubereitung verschiedener typischer französischer Desserts und Teige kennen. Doch der Höhepunkt war das Charolaisfestival am 20. und 21. November. In `Semur en Auxois`, einer kleinen Gemeinde etwa eine Stunde von Arnay ? Le ? Duc entfernt, waren wir für die Verpflegung von 250-300 Leuten zuständig. Und obwohl es der anstrengendste Part des gesamten Austausches war, war es ein besonderes Erlebnis zu sehen, welchen Stellenwert insbesondere das Rind hat und wie wichtig die Organisation bei einem großen Festival ist. Die ausschließlich positive Bewertung, die ich erhielt, war eine tolle Bestätigung.

Leider verging die Zeit im Betrieb zu schnell und so ging es für den letzten Abschnitt des Austausches zurück nach Château Chinon. Während der Zeit in der Schule gefiel mir die Wein ? und Käseschulung am besten. Dort verkosteten wir französischen Käse und lernten, Wein richtig zu trinken. Auch die Arbeit in der schuleigenen Bäckerei war sehr interessant. Dort stellten wir Croissants her und durften diese dann auch für die Rückfahrt nach Deutschland mitnehmen. Wirklich toll ist die Tatsache, das durch die viele Teamarbeit mein Austauschpartner und ich gute Freunde geworden sind und der Kontakt noch immer aufrecht steht. Außerdem planen wir ein baldiges Wiedersehen im Sommer, da ich gerne noch einmal nach Château-Chinon reisen möchte. Im Großen und Ganzen gab es für mich bei der Reise keine Schwierigkeiten. Kleinigkeiten, wie das Sprechen und Verstehen kamen mit der Zeit und wurde von Tag zu Tag besser. Zudem hatte ich stets meinen Austauschpartner dabei, der im Notfall helfen konnte. Zu meiner persönlichen Entwicklung kann ich sagen, dass ich immer selbstständiger wurde und Probleme selber oder mit Hilfe meines Austauschpartners löste. Zudem stellte ich fest, dass das Reisen, das Arbeiten in einem fremden Betrieb und generell das Ausland mir total viel Spaß gemacht hat und genau das ist, was ich will.Zu guter Letzt war es der zusätzliche Anreiz, mich nach meiner Ausbildung für das ERASMUS - Jahr zu bewerben um noch mehr von der Welt zu sehen und neue Eindrücke zu sammeln. Einen Grund für den tollen Austausch sehe ich in der Organisation. Sowohl die Spiele zum Kennenlernen als auch die Unterbringung in Deutschland, die Abreise, die Exkursionen, die Unterbringung in den französischen Betrieben und im Internat verliefen ohne größere Probleme.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Austausch eine wunderbare Zeit war und ich viele tolle Momente hatte. Ich kann nur sagen, dass ich diesen Austausch jederzeit wiederholen würde und kann jedem nur empfehlen, einmal daran teilzunehmen. Nicht nur die sprachlichen Fähigkeiten verbessern sich. Ein Auslandsaufenthalt vergrößert den persönlichen Horizont und gibt entscheidende Impulse für die persönliche Entwicklung. Und ich freue mich, das nächste Mal ins Ausland zu gehen. Michael Ballstädt K 11-2

Frankreich - Unsere Zeit in Burgund - November 2012

Wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit hier bei uns in Deutschland. Gelegentlich haben wir uns in unserer Babelsberger Bar getroffen, geplaudert, gespielt und uns näher kennen gelernt. Auch die Zeit in der Schule, sowohl während des Tandem-Kurses als auch bei unseren zahlreichen Aktivitäten außerhalb der Schule hatte viel Schönes. Genau wie die Arbeit in den verschiedenen Betrieben. Doch am Abend des 8. Novembers trennten uns nur noch ungefähr 14 Stunden Busfahrt von einer aufregenden Zeit mit unzähligen, völlig neuen Erfahrungen in Frankreichs Weinregion Burgund. Gleich nach unserer Ankunft wurden wir freundlich von unseren Gastfamilien empfangen, bei denen wir das Wochenende verbrachten.

Jeder von uns knüpfte neue Kontakte und machte sich ein Bild vom Familienleben mit all seinen kleinen sowie großen Überraschungen. Nach diesem ersten erfolgreichen Wochenende ging es schließlich nach Château Chinon, genauer gesagt zum Lycée François Mitterand und zu weiteren Erlebnissen. Für manche von uns begann daher der Montag schon mit einer kleinen Weltreise per Zug oder Bus. Während der ersten drei Tage in der Schule konnten wir bereits so einiges Interessante sehen und erleben. So sahen wir das Leben der Schüler vor Ort, Château Chinon selbst und sogar all die Staatsgeschenke, die der ehemalige Präsident François Mitterand jemals bekommen hat. Am Tag darauf ging es sehr kulinarisch zu, abgesehen von zwei Drei-Gang Menüs, von Schülern zubereitet und serviert, durften wir auch Klassiker wie Stopfleber, Weinbergschnecken und Austern probieren. Wir sahen die Kunst der Schokoladenherstellung und Brotherstellung, letzteres aßen wir während der drei Wochen zu Genüge, aber gern. Danach ging es weiter mit einer Verkostung von Weinen und den dazu korrespondierenden Sorten Käse, selbstverständlich aus der Region und mit einer Portion Theorie. Am vorerst letzten Tag in großer Runde ging es nach Beaune, Burgunds Weinhauptstadt schlechthin. Dort besuchten wir das alte Hospiz an, welches nun ein Museum beherbergt. Als zweiten Tagespunkt sahen wir uns eine Fabrik für prickelnde Weine oder auch Crémant genannt, an. Dieser ist typisch für Burgund und nach einer Kostprobe konnten wir sogar die eine oder andere Flasche zu unseren Souvenirs hinzufügen. Dennoch viel wichtiger war dieser Ort aufgrund seiner Funktion als Auktionsort für die Weine der Region, welche nur an diesem einen Wochenende für sehr viel Geld versteigert wurden.

Dann war es so weit, nach einem Mittagessen in der Stadt erwartete uns das größte Abenteuer. Während des Praktikums in Deutschland waren wir ja alle nah bei einander, unsere französischen Freunde schliefen alle wie gehabt in der gemeinsamen Herberge. Doch jetzt wurden wir ein wenig in der Landschaft, zwischen endlosen Weinbergen und Rinderweiden verteilt. So waren wir auf uns allein gestellt, ob im größeren Haus einer Hotelkette, im kleinen Familienbetrieb oder im Sternerestaurant. Glücklicherweise hatten wir ja einen französischen Schüler an unserer Seite, so verging die Zeit bis zum Wiedersehen mal langsamer, mal schneller und es blieben viele Eindrücke, neue Ideen, Methoden, sicherlich auch andere Sitten und nicht zu vergessen die vielen Erfahrungen in unserem Gedächtnis. Nach einem großen, freudigen Wiedersehen, zwei Wochen später, machten wir uns bereit auf unseren gemeinsamen Abend im Übungsrestaurant. Dieser war erfrischend anders als gedacht, lernten wir doch, dass man alles völlig anders machen kann im Service. Als der erste Schock halbwegs verdaut war, machten wir uns daran, uns gegenseitig die Unterschiede des Service zweier europäischer Nationen - sogar Nachbarn - aufzuzeigen. Ein doch gelungener Abend, welcher am nächsten Morgen nach einer längeren Busfahrt mit dem Besuch des großartigen Marktes Rungis gekrönt wurde. Jedoch war die Stadt, in der er sich befand, für uns viel viel bedeutender: Paris. Endlich waren wir in der großen Hauptstadt Frankreichs und haben uns alles angesehen, was wir uns in der Zeit auch nur angucken konnten. Danach näherte sich schleichend das Ende dieser Reise. Einige kauften noch ein paar letzte Mitbringsel, während andere ihre Koffer packten und sich ein wenig auf den letzten Abend einstimmten. Am letzten Morgen wurde es noch einmal ernst, denn die mündliche Prüfung für unser Sprachzertifikat stand bevor.

Zur Ablenkung wurden wir in die Welt des Zuckers entführt, sahen wundervolle Kreationen und durften uns selbst versuchen. Abschließend erhielten wir dann unsere Zertifikate und fuhren nach einem kleinen Abschiedsessen gen Potsdam, zurück nach Hause, nach Deutschland! Au revoir la France! Salome Wünsche (Mercure Potsdam) und Andy Klaus (Schlosshotel Cecilienhof) aus der Klasse HF 11-2